LESEPROBE
Erstes Herantasten an Missgeschicke
[...] Das Gesetz geht uns alle an. Murphy’s Gesetz gleicht in der sozialen Welt der Menschen dem Gravitationsgesetz in der Physik: Es gilt universal. Wir können der Erdanziehung ebenso wenig ausweichen wie der »Wirklichkeit «, also auch nie Murphy’s Gesetz. Doch warum muss das eigentlich so sein ? Warum muss schief gehen, was schief gehen kann ? Warum sind Patzer, Pannen und Missgeschicke für jeden von uns unvermeidlich ? Wenn wir uns gerade mal wieder die frisch gewaschene und gebügelte Hose mit Marmelade bekleckert haben, können wir das ja im ersten Moment immer gar nicht glauben: »Das darf doch nicht wahr sein ! Wie ist das denn jetzt schon wieder passiert ?« Als hätte uns da jemand einen Streich gespielt. Oder sind wir doch ganz allein »schuld« ? Ist die Marmelade etwa vom Messer gerutscht, weil wir einfach »unkonzentriert« waren, weil unser Gehirn anderweitig beschäftigt war und einen Moment die falschen Signale an unsere Hand gab ? Oder lagen hier etwa, wie Sigmund Freud sagen würde, »unbewusste Absichten« zu Grunde ? Aber welche ? Hat sich vielleicht unser Körper gegen uns verschworen und seinen Anspruch auf Autonomie zur Geltung gebracht ? Oder gar die Marmelade selbst als tückisches Objekt, das sich im Zusammenspiel mit den physikalischen Trägheitskräften zu unserem Herrn aufspielen will. Sind bei Missgeschicken wie falsch montierten Elektroanschlüssen nicht eigentlich immer die anderen schuld ? Muss nicht immer alles schief gehen, weil wir in unserem raum-zeitlichen Kosmos zwangsläufig immer zu spät kommen ? Vielleicht sind ja in vielen Fällen alle genannten Faktoren zugleich beteiligt, was die Phänomene des Missgeschicks und Schiefgehens für uns so undurchschaubar, sie fast zu etwas Magischem macht.
Den Missgeschicken möchte ich keineswegs etwas von ihrem Zauber, aber vielleicht etwas von ihrem Schrecken nehmen. So banal viele Missgeschicke auch sind, man möchte auf manche doch ganz gerne verzichten, insbesondere auf jene, die uns vor anderen widerfahren, uns höchst peinlich sind, zum Beispiel wenn freudianisch geschulte Mitmenschen sich im Raum befinden, während wir unser Kind nebenbei mit dem Namen seines Hundes ansprechen.
In einem vierstufigen Training möchte ich Ihnen deshalb Ihr »Überleben« in einer Welt voller Missgeschicke sichern. Und sollte es doch mal zum Äußersten kommen, sollte Ihre Brotschneidemaschine demnächst Ihren Finger mit einer Krume verwechseln, dann wissen Sie nach der Lektüre dieses Buches hoffentlich wenigstens, warum dies unvermeidlich war. Denn, was man hat erkannt, das ist auch schon gebannt und verliert seinen Schrecken.
In einem ersten Schritt zum Auflockern – dem Basistraining – soll erst einmal geklärt werden, was überhaupt ein Missgeschick ist, was wir unter Patzer und Pannen verstehen und inwiefern diese Phänomene sich zum Beispiel von Pech und dummen Fehlern unterscheiden. Auch soll der Geschichte von Murphys Gesetz und dessen paradoxer Gestalt auf den Grund gegangen werden. So aufgewärmt kann zur nächsten trainingsintensiven Stufe übergegangen und der Sparringsring betreten werden. Hier soll das Rätsel geknackt werden, warum immer alles schief geht und Missgeschicke kaum vermeidbar sind. Sie sind kein Anfänger mehr, sondern absolvieren bereits das Mental-Training. So nebensächlich manche Missgeschicke erscheinen mögen, wird es Sie vielleicht überraschen, dass ich bei meiner Spurensuche schnell auf grundlegende Bedingungen bzw. Konstanten unseres Lebens stoße, die in unterschiedlicher Weise Missgeschicke zu verantworten haben: beispielsweise unsere (Un)Fähigkeit zu denken, unser (un)kontrollierbarer Körper, Raum und Zeit, die uns umgebenden Gegenstände, mit denen wir alltäglich hantieren, und nicht zuletzt der Mitmensch, der allzu häufig als Erstes zum Problem wird. Ich werde daher fünf allgemeine Missgeschicksregeln aufstellen und erläutern. Manche Sparringspartner wie Sigmund Freud werden dabei im Infight hart rangenommen, andere Denker wie die Philosophin Hannah Arendt helfen mir als Sekundanten.
Bei jedem einzelnen Missgeschick spielen selbstverständlich meist mehrere Bedingungen eine Rolle. Diese Zusammenhänge sollen aufgezeigt werden. Ich möchte meine Gedanken an einer Fülle von Beispielen illustrieren (von Alexander dem Großen bis zum Raumschiff Enterprise) und werde mich dabei keinesfalls selbst schonen, indem ich einige meiner peinlichsten Missgeschicke in den Ring werfe. Aber diese Beispiele haben nicht nur anekdotischen Charakter, sondern sollen Ihnen deutlich machen, dass an Missgeschicken mehr dran ist, als man vielleicht zunächst denkt, dass man anhand der kleinen Misslichkeiten des Alltags durchaus die großen Fragen des Lebens diskutieren bzw. dass die Frage nach den Missgeschicken eine dieser großen Fragen sein kann, an der sich die Tragikomik unseres Daseins demonstrieren lässt.
Missgeschicke bereichern unser Leben, vor allem die Missgeschicke der anderen. Mit einigen Überlegungen zu dem Verhältnis von Missgeschick und Komik und der Frage, warum wir so gern über Missgeschicke (anderer) lachen, soll die nächste Stufe, das Anti-Stress-Training, eingeleitet werden. Wer dann in der Lage ist, einen von mir geschilderten unerfreulichen Arbeitstag mit einem Cowboy stressfrei zu überstehen, hat das Zeug zum Meister des Missgeschicks.
Denn auch unsere eigenen Missgeschicke bereichern nicht nur unser Leben, sondern können uns buchstäblich richtig reich machen, wie sich in dem letzten Abschnitt zeigt, dem Master-Training. Dazu gilt es, seine Missgeschicke zu meistern. Wem dies gelingt, der kann mitunter in die Geschichte eingehen. Es ist allerdings ein schmaler Grat zwischen den souveränen Meistern des Missgeschicks und den »Meistern«, die als besonders große Tollpatsche von einem Fettnäpfchen ins andere treten. Dies wird an einigen Beispielen aus Politik, Wissenschaft und Showbusiness deutlich gemacht und im abschließenden Kapitel in der Schilderung des Mauerfalls als historisches Meistermissgeschick noch einmal im Detail vor Augen geführt.
Die besondere Tragikomik des Missgeschicks ist eine Erfahrung, die wir mit allen Menschen teilen. Glück erlangt längst nicht jeder Mensch, aber dem Missgeschick kann keiner entgehen – selbst ein vom Glück gesegneter Mensch wie Franz Beckenbauer nicht, der ausgerechnet in seinem Abschiedsspiel noch eines seiner berühmten Eigentore schoss. [...]
Kapitel 2
Erste Missgeschicks-Regel :
Wir sind nicht allein
… und der Mitmensch wird schnell zum Problem
Es gibt Lebewesen, die nach ihrer Geburt sofort in der Lage sind, selbstständig zu leben. Der Mensch gehört nicht dazu. Wir sind nicht einmal fähig, uns selbstständig fortzubewegen, wie viele der mit uns verwandten Säugetiere. Dann könnten wir gleich unserem schlimmsten »Feind« davonlaufen, dem wir von Anfang an ausgeliefert sind: dem Mitmenschen. Der erste Mensch, der sich unser nach der Geburt bemächtigt, ist meistens nicht die Mutter, sondern die Hebamme. Lässt sie uns aus Unachtsamkeit auf den Betonfußboden des Kreißsaals fallen, sieht unsere Zukunft schon anders aus als eine Minute zuvor.
»Die Hölle, das sind die anderen«
Die Hebamme übergibt uns dann unseren Eltern. Dabei kann auch einiges schief gehen. Die Geschichten von vertauschten Säuglingen sind legendär. Denn es ist entscheidend, wem wir da übergeben werden. Für die nächsten Jahre sind wir auf Gedeih und Verderb unseren Eltern oder Pflegepersonen ausgeliefert. Eltern wissen allerdings, dass dies auch anders herum gilt. Das Wohl und Wehe des heranwachsenden Kindes hängt nicht allein von der Liebe und Erziehungskompetenz der Eltern ab, sondern auch von ihrem materiellen Wohlstand und gesellschaftlichen Status. Ungeachtet der formalen Chancengleichheit in Bildung und Beruf ist dies von entscheidender Bedeutung für den späteren Lebensweg. Mit diesem Umstand erklärte Jean-Paul Sartre 1965 in einem Interview mit dem Playboy seinen berühmten Satz »Die Hölle, das sind die anderen«, der aus seinem Drama Geschlossene Gesellschaft stammt:
»Die Hölle, das sind die anderen« – insofern, als man sich von Geburt an in einer Situation, in die man geworfen wurde, befindet, einer Situation, die einen zwingt, sich unterzuordnen. Sie können als Sohn eines Reichen oder eines Algeriers oder eines Arztes oder eines Amerikaners zur Welt kommen. Von Anfang an ist Ihre Zukunft vorgezeichnet, eine Zukunft, die andere für Sie geschaffen haben; die anderen haben Sie zwar nicht direkt geschaf - fen , aber Sie sind Teil einer Gesellschaftsordnung, die aus Ihnen macht, was Sie sind.( 4)
Bei unserer Zeugung werden die Weichen für unseren Lebensweg durch die Anderen, also in der Regel unsere Eltern, gestellt. Bereits die Vereinigung von Samen- und Eizelle steht unter der Geltung von Murphys Gesetz. Wir können unerwünscht gezeugt werden, weil ein Mann und eine Frau sich nicht beherrschen konnten oder ein Kondom geplatzt ist. Wir können zugleich mit fünf Geschwistern im Reagenzglas gezeugt werden, weil sich ein Fortpflanzungsmediziner nicht beherrschen konnte. Welche Frau und welcher Mann uns als biologische Eltern zeugen, hat nicht nur Folgen für unser materielles Wohlergehen. Hier werden auch die Weichen gestellt für unser Aussehen, unseren Charakter, unsere Gesundheit, unsere Intelligenz.
Niemand kommt als Einsiedler auf die Welt. Wir werden als gesellschaftliche Wesen geboren. Für die ersten Jahre unseres Leben sind wir unmittelbar auf die Fürsorge der Anderen angewiesen. Das heißt, in den ersten Jahren nach unserer Zeugung sind die Anderen dafür verantwortlich, wenn etwas mit uns schief geht. Mit der Entwicklung unserer geistigen und körperlichen Fähigkeiten geht dann immer mehr Verantwortung auf uns selbst über.
Auch wenn wir uns als Erwachsene entschließen, den Anderen den Rücken zu kehren, bleiben wir an sie gebunden. Denn ihnen verdanken wir, dass wir erwachsen geworden sind und in die Lage versetzt wurden, uns von ihnen loszusagen. Die Philosophin Hannah Arendt meint in ihrem Buch Vita activa :
Es gibt kein menschliches Leben, auch nicht das Leben des Einsiedlers in der Wüste, das nicht, sofern es überhaupt etwas tut, in einer Welt lebt, die direkt oder indirekt von der Anwesenheit anderer Menschen zeugt.( 5)
Selbst, wenn es einem Einsiedler gelänge, vollkommen ohne Beziehung zur so genannten Zivilisation zu leben, nähme er diese gleichwohl mit in sein Refugium. Seine gesellschaftliche Erziehung und Prägung kann er nicht auslöschen. Ein Leben als vollkommen autarker Einsiedler wäre auch, wenn überhaupt möglich, nur wenigen vergönnt. Die Erde böte gar nicht genug Platz, jedem das Leben des Einsiedlers zu gewähren. So müssen sich die meisten von uns wohl oder übel damit abfinden, ein Leben gemeinsam mit den Anderen zu führen.
Die Anderen, verharmlosend auch Mitmenschen genannt, bleiben damit lebenslang eine Gefahr für uns. Sartres Satz »Die Hölle, das sind die anderen« versteht jeder, der Nachbarn oder Verwandte hat, sofort auch ohne weitere Erläuterung des Autors. [...]
Kapitel 9
Die Meister des Missgeschicks -
Kleine Helden und große Tollpatsche
Ein nicht ganz freiwilliger Ausflug nach Kaiserslautern
Auf der schon einmal angesprochenen Reise ins damalige Jugoslawien legten wir die erste Wegstrecke bis Österreich als Tramper zurück. "Die Zugvögel sind wieder unterwegs", kommentierte ein Polizist ironisch unser Erscheinen auf der heimatlichen Raststätte. Damals waren Tramper auf Autobahnraststätten noch ein alltägliches Erscheinungsbild. Unser erstes Etappenziel sollte Augsburg sein. Es gibt zwei Sorten von Trampern. Die einen stellen sich mit dem Tramperzeichen (Daumen nach oben) an die Auffahrt der Raststätte und warten solange, bis jemand sie mitnimmt. Die anderen sprechen Autofahrer direkt an. Diese Methode ist meist effektiver, weil man auf diese Weise auch von Autofahrern mitgenommen wird, die sonst nicht für Tramper halten, aber in der direkten Konfrontation nicht "nein" sagen können. Wenn man zu zweit unterwegs ist, empfiehlt sich diese Methode auf jeden Fall, auch wenn sie Überwindung kostet. Auf der Raststätte Wonnegau erklärte sich der Fahrer eines klapprigen VW-Scirocco bereit, uns "Richtung Karlsruhe" mitzunehmen. Kaum saßen wir im Auto, klagte uns der Fahrer sein Leid, dass es ihm finanziell im Moment nicht so gut ginge, und fragte, ob wir uns an den Fahrtkosten beteiligen könnten. Nun gibt es zwei ungeschriebene Gesetze zwischen Fahrern und Trampern: 1. Der Fahrer hat mehr Geld als der Tramper 2. Der Fahrer verlangt kein Geld für die Fahrt. Wer trampt, möchte umsonst mitgenommen werden. Als Gegenleistung bietet er sich als Gesprächspartner an, wobei viele Fahrer nur einen Resonanzkörper für ihre Privatphilosophien suchen. Da reicht es dann, wenn man ab und zu ein "Ja, genau!" oder "Da haben sie Recht!" dazwischenwirft. Kaum hatte der Scirocco-Fahrer sein unziemliches Anliegen vorgebracht, bog er am Kreuz Frankenthal ab Richtung Kaiserslautern. Nach Karlsruhe wäre es aber geradeaus gegangen. Die eh schon schlechte Stimmung im Auto hob sich nicht, als ich den Fahrer auf diesen Umstand aufmerksam machte. Mit den Worten "Ach, Karlsruhe und Kaiserslautern verwechsle ich immer" entschuldigte er sein Missgeschick, das vor allem uns betraf. Wir baten ihn, uns an der nächsten Ausfahrt herauszulassen, um an der gegenüberliegenden Seite wieder zurück zur Autobahn Richtung Karlsruhe zu trampen. Offensichtlich wurde die Ausfahrt jedoch nur von Angehörigen einer anliegenden amerikanischen Air-Base genutzt, die keine Tramper mitnahmen. Nach zwei Stunden vergeblichen Wartens sahen wir ein, das es keinen Zweck mehr hatte, und wir fuhren mit einem öffentlichen Bus zum Bahnhof von Kaiserslautern, um von dort mit dem Zug nach Stuttgart zu fahren, wo wir unsere Trampfahrt wieder aufnehmen wollten. Die Fortsetzung der Reise mit dem Zug bedeutet für einen Tramper nun wirklich die größte Niederlage. Am Stuttgarter Hauptbahnhof nahmen wir einen Bus zu einer Haltestelle in der Nähe einer Autobahnraststätte. Als wir uns an der Haltestelle gerade in der Gegend orientieren wollten, hielt gleich ein PKW-Fahrer neben uns und bot sich an, uns zur Raststätte zu bringen. Kaum eingestiegen stellte er sich als Guinnessbuch-Weltrekordhalter im Tramper-Mitnehmen vor. Er zeigte uns Zeitungsartikel über ihn, und wir mussten uns in ein spezielles Fahrtenbuch eintragen, mit dem er seinen Rekord dokumentierte. Wir gingen als kürzester "Lift" in seine Vita ein. Ohne das Missgeschick des finanzschwachen Scirocco-Fahrers hätten wir damals weder die Städte Kaiserslautern und Stuttgart (wenn auch nur kurz) noch den Weltrekordhalter im Trampermitnehmen kennen gelernt. Das heißt, ohne das Missgeschick wären wir um einige Erfahrungen ärmer. Vielleicht wären wir von einem Geschäftsmann auf direktem Wege nach Augsburg gebracht worden, der jedoch die ganze Zeit darüber gestöhnt hätte, wie anstrengend und enervierend es sei, ständig zwischen Europa und den USA hin- und herzufliegen. Da war der Weltrekordhalter allemal interessanter. Insofern war das Missgeschick des Scirocco-Fahrers für uns durchaus produktiv. Und das Schönste an Missgeschicken, auch an den eigenen, ist doch, dass man hinterher etwas zu erzählen hat. Wenn alles glatt läuft, was soll man da schon groß drüber reden? Erst die Missgeschicke machen unsere Reiseerzählungen interessant. Aber nicht nur die. Treffen wir einen Freund, beginnen wir unsere Gespräche oft mit den Worten: "Du glaubst nicht, was mir neulich passiert ist!" Und dann folgt ein plastischer Bericht des letzten Missgeschicks, peinlichen Versprechers oder einer zwischenmenschlichen Begegnung, bei der alles schief ging. Das ist es, was unsere Bekannten und Freunde hören wollen, wenn sie uns fragen: "Gibt's was Neues?", oder: "Wie war die Reise?" Wer da mit "gut" oder "schön" antwortet, macht was falsch. Nein, geben Sie all Ihre Pannen, Missgeschicke und Peinlichkeiten zum Besten. Missgeschicke sind das Schmiermittel unserer Kommunikation. Deshalb müssen Sie zuvor auch welche erlebt haben. Also, doch raus aus dem Fernsehsessel und auf ins Getümmel. Auch in erotischer Hinsicht können Erzählungen von Missgeschicken sehr produktiv sein. Bei einem Flirt ist ja nicht der Inhalt des Gesprächs entscheidend, sondern, dass das Gespräch im Fluss bleibt. Erzählungen von erlebten Missgeschicken oder Reisen, bei denen alles schief ging, leisten dies auf hervorragende Weise, heben die Stimmung und machen sympathisch. Wir leben doch nicht mehr in den coolen 80ern, als sich, wie es das Berliner Stadtmagazin Tip mal schön auf den Punkt brachte, manche Lederjackenträger in Berliner Szene-Kneipen oft nicht einmal trauten, ein Bier zu bestellen, weil sie dazu ja ihre Gesichtszüge hätten ändern müssen. Das galt ja schon fast als peinliches Missgeschick. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute lacht selbst Kim Wilde, die damals in ihren Videos keine Miene verzog. Wenn Sie jemanden erobern wollen, sollten sie allerdings ihre sexuellen Missgeschicke erst einmal aussparen. Diese können Sie dann ja noch gemeinsam erleben. Aber Missgeschicke sind noch in ganz anderer Hinsicht produktiv. Sie können sogar materiellen und beruflichen Gewinn einbringen, Leben retten,die Wissenschaften oder gleich die ganze Menschheit voranbringen. Dies wird im Folgenden am Beispiel einiger besonderer Meister des Missgeschicks demonstriert.>> Interviews


